Calamity Jane – Der Wilde Westen & seine Legenden
Geschrieben von Gudrun am 17. August 2010 | Abgelegt unter Western-Helden
“Wenn es etwas gibt, was die Welt hasst, so ist es eine Frau, die sich selbst um ihre Angelegenheiten kümmert.”
Calamity Jane
Bis heute fasziniert uns die Zeit, als der amerikanische Westen tatsächlich noch ein Wilder Westen war. Als berüchtigte Outlaws und Banditen wie Jesse James, Sundance Kid oder Butch Cassidy, Sheriffs und Gesetzeshüter wie Wyatt Earp, Pat Garret oder Doc Holliday und Revolverhelden wie Wild Bill Hickok amerikanische Geschichte schrieben.
Neben diesen hartgesottenen und rauhbeinigen Männern schrieb aber auch eine sehr außergewöhnliche Frau an der Geschichte vom Wilden Westen mit. Der bürgerliche Name dieser Frau war Martha Cannary, aber bis heute ist sie viel besser bekannt unter ihrem Spitznamen Calamity Jane. Diese Calamity Jane würde man aus heutiger Sicht als extrem emanzipierte Frau sehen, denn sie mischte mit, wo sonst nur harte Männer anzutreffen waren: Sie war eine hervorragende Reiterin und Schützin, lenkte Postkutschen, war Pony Express Reiterin und nicht zuletzt Scout in den Indianerkriegen unter General Custer. Sie kleidete sich wie ein Mann, was zu damaligen Zeiten – besonders bei den weiblichen Zeitgenossen – als extrem skandalös galt, ganz zu schweigen vom Fluchen, Trinken und Tabak-Kauen, das Calamity Jane den Männern gleichtat.
Calamity Jane
Calamity Jane
Bis heute sind viele Fragen offen, was das Leben von Calamity Jane angeht: Bis heute ungeklärt ist beispielsweise, in welchem Verhältnis Calamity Jane tatsächlich zu William Hickok, besser bekannt als Wild Bill Hickok, stand – manche behaupten, Calamity Jane und Wild Bill wären sogar verheiratet gewesen und hätten eine Tochter namens Jean gehabt… wir werden wohl nie mehr erfahren, wie es wirklich war, aber eines ist gewiss, Wild Bill Hickok war wahrscheinlich der wichtigste Mensch in Jane’s Leben, denn neben keinem anderen wollte sie nach ihrem Tod beerdigt werden.
Doch lassen wir zuerst Calamity Jane bzw. Martha Cannary, später Burk, selbst zu Wort kommen:
Das Leben und die Abenteuer der Calamity Jane
von Marthy Burk, besser bekannt als Calamity Jane (1852-1903)
Autobiographische Aufzeichnungen: um 1900 das erste Mal publiziert (Freie Übersetzung)
Mein Mädchenname war Marthy Cannary. Ich wurde in Princeton, Missourri, geboren, am ersten May 1852. Vater und Mutter stammten gebürtig aus Ohio. Ich hatte zwei Brüder und drei Schwestern. Ich war das älteste Kind. Als Kind war ich immer abenteuerlustig und liebte es, draußen unterwegs zu sein und besonders hatten es mir die Pferde angetan, schon sehr jung fing ich an zu reiten und trainierte bis ich eine geübte Reiterin war, die auch die hinterhältigsten und stursten Pferde reiten konnte. Tatsächlich verbrachte ich damit den Großteil meiner Kindheit.
1865 zogen wir von Missouri nach Virginia City in Montana um, wir brauchten 5 Monate für die Reise. Während der Reise verbrachte ich die meiste Zeit damit, die Jäger und Männer der Truppe auf die Jagd zu begleiten. Ich war immer bei den Männern, wenn es aufregend und abenteuerlich zuging. Als wir Virginia City erreichten, galt ich für ein Mädchen meines Alters als bemerkenswerte Schützin und furchtlose Reiterin. Ich erinnere mich an viele Vorkommnisse auf der Reise von Missouri nach Montana. Oft mussten wir die Berge auf Trails überqueren, die in so schlechtem Zustand waren, dass wir die Planwagen regelmäßig mit Seil und bloßen Händen über das Geröll hinwegheben mussten – die Pferde waren in diesem felsigen Gelände nutzlos.
Auch die Durchquerung der Flüsse war oft aufregend, denn viele davon waren für Treibsand und gefährliche Strömungen bekannt.
Obwohl wir an diesen Stellen sehr vorsichtig waren, hätten wir Pferde und alles verlieren können.Dann hatten wir viele Gefahren zu begegnen, aufgrund durch schwere Regenfälle anschwellender Flüsse. In diesen Fällen suchten die Männer nach der besten Stelle zum Durchqueren, ich selbst durchschwamm bei diesen Gelegenheiten mehr als einmal einfach nur zum Spaß den Fluss mehrfach mit meinem Pony – oft fehlte nicht viel, dass mein Pony und ich in den Tod gerissen worden wären. Aber soviel Mut wie die Pioniere dieser Tage hatten, so erreichten wir trotz aller Hindernisse Virginia City unversehrt.
Mutter starb in Black Foot, Montana, 1866, wo wir sie beerdigten. Ich verließ Montana im Frühjahr 1866, Richtung Utah, während des Sommers kam ich in Salt Lake City an. Blieb in Utah bis 1867, wo mein Vater starb, ging dann nach Fort Bridger, Wyoming, wo wir am 1. Mai 1868 ankamen, dann reisten wir nach Piedmont, Wyoming mit der UP Eisenbahn. Folgte General Custer 1870 als Scout in Fort Russell, Wyoming, dann gingen wir Richtung Arizona für den Indianer-Krieg. Bis dahin hatte ich immer die Kleider meines Geschlechts getragen. Als ich Custer folgte, trug ich die Uniform eines Soldaten. Zuerst war es ein wenig seltsam, aber bald fühlte ich mich vollkommen zu Hause in Männer-Kleidung.
Ich war in Arizona bis zum Winter 1871 und während dieser Zeit hatte ich meine größten Abenteuer mit den Indianern, als Kundschafter hatte ich viele gefährliche Missionen zu erfüllen und obwohl es oft sehr eng wurde, so entkam ich doch immer sicher, wofür ich zu dieser Zeit als rücksichtslosester und gewagtester Reiter bekannt war und als einer der besten Schützen im Westen.
Nach dieser Offensive kehrte ich nach Fort Sanders, Wyoming, zurück und blieb dort bis Frühjahr 1872, als wir zum Muscle Shell oder Nursey Pursey Indianer Ausbruch beordert wurden. In diesem Krieg waren die Generäle Custer, Miles, Terry und Crook alle beteiligt. Dieser Feldzug dauerte bis zum Herbst 1873.
Es war während dieses Feldzuges, als ich Calamity Jane getauft wurde. Es war beim Goose Creek, Wyoming, wo heute der Ort Sheridan liegt. Captain Egan hatte das Kommando des Späh-Trupps. Wir hatten den Befehl, einen Aufstand der Indianer niederzuschlagen und waren mehrere Tage draußen und hatten verschiedene Scharmütze,l in denen 6 Soldaten getötet und einige verwundet wurden. Als wir zum Lager zurückkehrten wurden wir etwa 1,5 Meilen vor dem Ziel angegriffen. Captain Egan wurde angeschossen als das Feuer eröffnet wurde. Ich ritt vor ihm und drehte mich im Sattel um als ich die Schüsse hörte und sah den Captain in seinem Sattel zusammensacken und im Begriff zu Fallen. Ich wendete mein Pferd und galoppierte zurück so schnell ich konnte, ritt seitlich heran und war da, um ihn rechtzeitig aufzufangen bevor er fiel. Ich zog ihn vor mich aufs Pferd und brachte ihn sicher ins Fort. Während seiner Genesung sagte er lachend: “Ich nenne Dich Calamity Jane, die Helden der Plains.” Von da an bis heute trage ich diesen Namen.
Danach wurden wir zum Fort Custer befohlen, wo heute Custer City steht, wo wir im Frühjahr 1874 ankamen. Blieben den ganzen Sommer über beim Fort Custer und wurden im Herbst 1874 nach Fort Russell beordert, wo wir bis zum Frühjahr 1875 blieben. Dann wurde ich in die Black Hills beordert, um Goldsucher zu beschützen, da das Gebiet von Sioux Indianern kontrolliert wurde und die Regierung Soldaten schicken musste, um das Leben der Schürfer und Siedler in dieser Region zu schützen.
Ich blieb dort bis Herbst 1875 und überwinterte im Fort Laramie. Im Frühjahr 1876 wurden wir nach Norden mit General Crook beordert, um General Miles, Terry und Custer an den Big Horn River zu folgen.
Im März diesen Jahres durchschwamm ich den Platte River bei Fort Fetterman da ich der Überbringer wichtiger Nachrichten war. Ich musste einen 90 Meilen Ritt machen, war nass und kalt, kämpfte gegen eine schwere Krankheit und wurde zurückgeschickt in General Crooks Krankenrevier nach Fort Fetterman, wo ich 14 Tage im Hospital lag. Als ich wieder reiten konnte, brach ich nach Fort Laramie auf, wo ich WilliamHickock traf, besser bekannt als Wild Bill, wir machten uns auf den Weg nach Deadwood, wo wir im Juni ankamen.
Im Juni agierte ich als Pony Express Reiter und beförderte die Post zwischen Deadwood und Custer über eine Distanz von 50 Meilen auf einem der rauhesten Trails im Black Hill Country. Viele Reiter vor mir wurden der Post und des Geldes beraubt, dass sie bei sich hatten, da es die einzige Möglichkeit war, Post und Geld zwischen diesen beiden Orten zu befördern. over one of the roughest trails in the Black Hills country. Es war die gefährlichste Route durch die Berge aber Dank meiner Reputation als Reiterin und schneller Schützin wurde ich kaum behelligt, für die Wegelagerer war ich wie ein guter Kumpel und sie wussten, dass ich nie danebenschoss. Ich machte Hin- und Rückweg jeden zweiten Tag, was für das unwegsame Gelände sehr schnell war. Ich blieb in der Gegend von Deadwood den ganzen Sommer und besuchte alle Lager im Umkreis von 100 Meilen.
Mein Freund Wild Bill blieb während des Sommers in Deadwood mit gelegentlichen Besuchen in den Camps. Am 2. August wurde er von dem berüchtigten Jack McCall, einem Desperado, in den Hinterkopf geschossen als er an einem Spieltisch im Bell Union Saloon saß. Ich war zu dem Zeitpunkt in Deadwood und machte mich sofort auf den Weg zum Schauplatz des Verbrechens und fand meinen Freund Wild Bill Hickok ermordet auf.
Ich begann sofort nach dem Mörder zu suchen und fand ihm in Shurdy’s Fleischerladen und griff mir ein Fleischerbeil und ließ ihn die Hände hoch nehmen – ich hatte in der Aufregung über Bill’s Tod meine Waffen neben meinem Bett vergessen.
Er wurde zu einer Blockhütte geschafft und sicher eingeschlossen wie alle dachten, aber er entkam und wurde bei Fagan’s Ranch im Horse Creek gefasst auf der alten Cheyenne Road und wurde nach Yankton, Dakota gebracht, wo er verurteilt und gehängt wurde.
Ich blieb in der Deadwood-Gegend bis Frühjahr 1877 und erfasste Goldschürfer-Claims indem ich von Lager zu Lager zog. Eines Morgens sattelte ich mein Pferd und ritt Richtung Crook City. Ich war 12 Meilen von Deadwood entfernt am Eingang zum Whitewood Creek als ich der Postkutsche begegnete, die zwischen Cheyenne und Deadwood verkehrte. Die Pferde rannten im gestreckten Galopp, etwa 200 Yards von der Station entfernt und als ich genauer hinsah, stellte ich fest, dass sie von Indianern verfolgt wurde. Die Pferde rannten zur Scheune wie sie es gewohnt waren. Als die Pferde stoppten ritt ich hin und fand den Kutscher John Slaughter mit dem Gesicht nach unten liegend – erschossen von den Indianern. Die Indianer hatten sich im Unterholz versteckt als die Kutsche die Station erreichte. Sofort warf ich alles Gepäck außer der Post von der Kutsche und fuhr so schnell ich konnte mit 6 Fahrgästen und dem toten Kutscher nach Deadwood.
Ich verließ Deadwood im Herbst 1877 und ging dann mit der 7. Kavalerie nach Bear Butte Creek. Im Herbst und Winter bauten wir Fort Meade und den Ort Sturgis. 1878 verließ ich das Kommando und ging nach Rapid City, wo ich es mir das Jahr über über gutgehen ließ.
1879 ging ich nach Fort Pierre und fuhr für Frank Wite Züge von Rapid City nach Fort Pierre, dann fuhr ich Gespanne von Fort Pierre nach Sturgis für Fred Evans. Diese Gespanne bestanden aus Ochsen, da sie wegen der rauhen Natur der für diese Arbeit besser geeignet waren als Pferde.
1881 ging ich nach Wyoming und kehrte 1882 nach Miles City zurück und übernahm eine Ranch in Yellowstone, züchtete Vieh und betrieb ein Inn, wo müde Reisende etwas zu Essen, zu Trinken und auch Ärger, wenn sie darauf aus waren.
Wir verließen die Ranch 1883, gingen nach Kalifornien und erreichten Ogden spät im Jahr 1883 und San Francisco 1884. Wir verließen San Francisco im Sommer 1884 Richtung Texas, machten einen Stopp in Fort Yuma, Arizona, dem heißesten Ort in den Vereinigten Staaten. Wir machten an allen interessanten Punkten Halt und ich erreichte El Paso im Herbst. Als ich in El Paso war, lernte ich Mr. Clinton Burk, einen gebürtigen Texaner, kennen und heiratete ihn im August 1885. Ich dachte, es wäre eine gute Idee nach all der einsamen Herumreiserei einen Partner für den Rest meises Lebens zu haben. Wir blieben in Texas und führten ein ruhiges Leben bis 1889. Am 28. Oktober 1887 wurde ich Mutter eines kleinen Mädchens, ihrem Vater wie aus dem Gesicht geschnitten wie er behauptete, aber sie hatte das Temperament ihrer Mutter.
Als wir Texas verließen, gingen wir nach Boulder, Colorado, wo wir ein Hotel betrieben bis 1893, danach reisten wir durch Wyoming, Montana, Idaho, Washington, Oregon, dann zurück nach Montana, dann Dakota, nach einer Abweseneheit von 17 Jahren kamen wir am 9. Oktober 1895 wieder in Deadwood an.
Meine Ankunft in Deadwood nach so vielen Jahren Abwesenheit verursachte einige Aufregung unter meinen Freunden von früher, so sehr, dass viele Bewohner, die viel von Calamity Jane und ihren Abenteuern gehört hatten gespannt waren, mich zu sehen. Unter den vielen, die ich traf, waren einige Gentlemen aus den Städten im Osten, die mir rieten, aufzutreten und den Menschen im Osten die Möglichkeit zu geben, den berühmten weiblichen Scout des Westens und der Black Hills kennenzulernen.
Ein Vertreter von Kohl & Middleton, die gefeierten Museumsleute kamen nach Deadwood, es wurden Arrangements getroffen mich in dieser Weise der Öffentlichkeit zu präsentieren. Mein erster Auftritt war im Palace Museum, Minneapolis am 20. Januar 1896 unter Kohl & Middletons Management.
Hoffend, dass diese kleine Geschichte meines Lebens alle Leser interessiert, verbleibe ich wie in alten Zeiten.
Ihre
Mrs M BURK
Besser bekannt als Calamity Jane
Das sind Calamity Jane’s eigene Worte, dabei weiß man aber nicht, was Wahrheit und was Legende ist, sie hat wohl selbst einige Ereignisse übertrieben oder auch unrichtig dargestellt – ob aus eigenem Antrieb heraus, ihr Leben noch abenteuerlicher erscheinen zu lassen als es eigentlich schon war oder durch den Einfluss anderer, die Calamity Jane vor Publikum auftreten und aus ihrem Leben berichten ließen, da war es natürlich werbewirksamer, wenn das Leben der Calamity Jane noch spektakulärer dargestellt wurde als es war.
Folgende Fakten haben die unsteten Zeiten des Wilden Westens überdauert und gelten mehr oder weniger als gesichertes Wissen über das Leben und Wirken von Calamity Jane – interessanterweise weichen einige Angaben teils drastisch von Calamity Janes’ eigenen Darstellungen ab – vielleicht liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen…
Die wichtigsten Stationen im Leben der Calamity Jane:
* 1852: Calamity Jane wird als Martha Jane Canary in Princeton, Missouri geboren
* Jane’s Eltern kamen ursprünglich aus Ohio, Martha Jane war das älteste von 6 Kindern der Predigerfamilie
* 1865: Die Familie Canary siedelt nach Virginia City, Montana um
* Auf der 5 Monate dauernden Reise geht Jane mit den Männern auf die Jagd, lernt Schießen und perfektioniert ihre Reitkünste
* 1866: Die Mutter der späteren Calamity Jane stirbt und die Familie zieht nach Utah
* 1867: Martha Jane’s Vater stirbt, als ältestes Kind ist sie für die Geschwister verantwortlich und nimmt jeden Job an, um die Familie zu ernähren: Postkutschen-Fahrerin, Pony-Express-Reiterin, Goldgräberin, Saloondame und Krankenschwester und nicht zuletzt als Scout in der Armee von General Custer in den Indianer-Kriegen
* Das Leben der Calamity Jane alias Martha Jane Canary ist ungebunden, aber auch von Armut geprägt
* Als Scout in den Indianer-Kriegen beweist Calamity Jane Mut und erwirbt sich das Ansehen der männlichen Kameraden, dort erhält sie auch ihren unvergesslichen Spitznamen “Calamity Jane”
* 1876: Calamity Jane lernt Wild Bill Hickok, den berühmten Marshall und Revolverhelden, in Fort Laramie kennen und geht mit ihm nach Deadwood
* 2. August 1876: Wild Bill Hickok wird während eines Pokerspiels erschossen
* 1877: Jane verlässt Deadwood und geht mit der 7. Kavallerie nach Bear Creek Butte
* 1878: Martha Jane Canary geht nach Rapid City, um Goldsucherin zu werden – ohne großen Erfolg
* 1879: Jane beginnt, Züge von Rapid City nach Fort Pierre zu fahren, anschließend Gespanne von Fort Pierre nach Sturgis
* 1881: Calamity Jane kauft eine Farm in Yellowstone und eröffnet eine Gastwirtschaft für Reisende, sie ist aber nicht für die Sesshaftigkeit gemacht und zieht weiter
* 1885: Sie heiratet den Texaner Clinton Burk
* 28. Oktober 1887: Geburt der Tochter Jane,
* 1889: Die Burks gehen nach Boulder, Colorado und eröffnen ein Hotel
* Calamity Jane reist mit ihrer Familie durch die Staaten Wyoming, Montana, Idaho, Washington, Oregon und South Dakota
* Nach der Trennung von Clinton Burk gibt Jane ihre Tochter zu Pflegeeltern
* Ab 1893: Jane tritt an der Ostküste in Buffalo Bills Wild West Show als Kunst-Schützin und Reiterin auf und wird als “Heldin von 1000 aufregenden Abenteuern” gefeiert
* 1900: Auftritt der Calamity Jane auf der Pan American Exposition
* Alkoholsüchtig und unstet verlor Jane regelmäßig ihre Engagements
* 1903: Martha Jane Burk alias Calamity Jane stirbt als arme Frau in Terry bei Deadwood, South Dakota
* Calamity Jane ist in einem armseligen Hotelzimmer zugrunde gegangen, ein Junge, den sie einst von den Pocken gesund gepflegt hatte, sorgte für ihr Begräbnis
* In ihren wenigen Habseligkeiten fanden sich nie abgeschickte Briefe an ihre wegegebene Tochter, in denen sie ihr Leben zu rechtfertigen suchte
* Calamity Jane wurde auf ihren ausdrücklichen Wunsch hin neben Wild Bill Hickok beigesetzt, der Trauerzug, der ihrem Sarg folgt, soll der größte gewesen sein, den Deadwood je gesehen hat
Zitate von Buffalo Bill über Calamity Jane: (freie Übersetzung)
“Ich weiß nicht viel über ihr früheres Leben. Ich vermute, das weiß niemend außer ihr selbst. Ihr Mädchenname war Martha Canary und sie wurde 1852 in Princeton, Missouri geboren. Nach ein paar Jahren starb ihre Mutter und 1862 siedelte die Familie nach Virginia City, Nevada um, was während der frühen Tage des Booms war. Ein Indianeraufstand trennte sie von Vater und Brüdern, so dass sie mit 10 allein in der Welt zurecht kommen musste.”
“Sie hatte Freunde und hielt viel von den Dingen, die Mädchen mochten und sie erwarb sich bald einen lokalen Ruf als wagemutige Reiterin und Gewehr-Scützin.”
“Bevor sie 20 wurde, ernannte General Cook sie als Scout unter meinem Kommando. Von da an war ihr Leben recht aufregend. Sie hatte Nerven wie Drahtseil und stürzte sich mit Begeisterung in die Arbeit, bei vielen Gelegenheiten machte sie einen guten Job.”
“Obwohl sie nicht die schwere Arbeit eines Mannes leisten konnte, ging sie zu Orten, an die sich nicht einmal erfahrene Westmänner trauten. Ihr Mut und Kameradentum machten sie bei allen Männern der Truppe angesehen.”
“Ihren alten Spitznamen erhielt sie 1872 auf ungewöhnliche Weise. Sie war zu der Zeit im Goose Creek Camp, South Dakota, wo Captain Egan mit einer kleinen Truppe stationiert war und es gab viele Kämpfe.”
“Eines Tages wurde Captain Egan von einer größeren Bande umzingelt. Sie kämpften verzweifelt um ihr Leben, wurden aber langsam aner stetig dahingemetzelt. Captain Egan war verwundet und vom Pferd gestürzt.”
“Mitten im Gefecht, sagt man, ritt diese Frau mitten ins Kampfgetümmel, stieg vom Pferd, hob den Captain vorne auf ihren Sattel und galoppierte davon. Sie kamen ungeschoren davon, aber jeder andere war getötet worden.”
“Als er genas, sprach Captain Egan lachend von Miss Canary als “Calamity Jane” und dieser Name blieb ihr seither anhaften. Tausende kennen sie seitdem unter diesem Namen, aber nur wenige haben je ihren echten Namen gehört. Nach ihr gestaltete Bret Harte seine berühmte Figur Cherokee Sal in “The Luck of roaring camp”.”
“1876 rettete Calamity Jane heldenhaft das Leben von 6 Postkutschen-Passagieren auf der Route von Deadwood nach Wild Birch in den Black Hills.”
“Die Kutsche war von Indianern umzingelt und der Fahrer, Jack McCall, war von einem Pfeil verwundet worden. Obwohl die 6 Passagiere alle Männer waren, hatte keiner von ihnen den Mut, die Zügel zu greifen. Als Jane das sah, sprang Jane auf den Bock ohne zu Zögern und brachte die Kutsche sicher und schnell nach Wild Birch.”
Ursprüngliche Quelle: The Livingstone Enterprise, August 8, 1903, “Calamity is Dead”, as quoted in “Calamity’s in Town,” p.32, by Bill and Doris Whithorn, 510 S. 8th St., Livingston, MT 59047.
5 Kommentare »


am 17. August 2010 um 18:57 1.eisenbahn schrieb …
Calamity Jane – Der Wilde Westen & seine Legenden | cowboy-blog: Mai 1868 ankamen, dann reisten wir nach Piedmont,… http://bit.ly/ctwBCf
am 17. August 2010 um 20:57 2.eisenbahn schrieb …
Calamity Jane – Der Wilde Westen & seine Legenden | cowboy-blog: Mai 1868 ankamen, dann reisten wir nach Piedmont,… http://bit.ly/ctwBCf
am 6. Juni 2011 um 11:32 3.c.jane schrieb …
Das Leben der Calamity Jane – Vorbild für die Emanzipation der Frauen: http://ow.ly/5aQRy
am 7. Juni 2011 um 10:11 4.Maßstab Diamant schrieb …
Das Leben der Calamity Jane – Vorbild für die Emanzipation der Frauen: http://ow.ly/5aQRy
am 9. Juni 2011 um 07:51 5.Gartencenter schrieb …
Das Leben der Calamity Jane – Vorbild für die Emanzipation der Frauen: http://ow.ly/5aQRy